Soforthilfe für Studierende schnell und einheitlich umsetzen

Der AStA der CAU zu Kiel kritisiert den vom BMBF angekündigten Darlehensvorschlag für Studierende als unzureichend. Das Land Schleswig Holstein hat derweil den Darlehensfond des Studentenwerks Schleswig Holstein um 100.000 Euro aufgestockt. 

Lisa-Marie Fricke, AStA Vorstand: “Wir freuen uns, dass das Land schnell auf unsere Initiative zur Einrichtung eines Hilfsfonds reagiert hat. Ebenso wie beim Darlehensvorschlag von Frau Karliczek ist hier aber zu kritisieren, dass ein Darlehen aktuell mit hohen bürokratischen Hürden verbunden ist. Studierende schrecken vor der Aufnahme von Krediten zurück. Im Falle der Bedürftigkeit müssen daher an Studierende Zuschüsse ausgezahlt werden. Zuschüsse erfordern einen deutlich geringeren Verwaltungsaufwand, nicht nur bei der Prüfung der Berechtigung, sondern auch bei der Rückabwicklung.”

Johnny Schwausch, AStA Vorstand: “Die Diskussion zur Ausgestaltung des Darlehensfonds des BMBF darf sich nicht wieder zu einem Spiel des gegenseitigen Zuschiebens der Verantwortung zwischen Bund und Ländern entwickeln. Wir brauchen eine einheitliche Lösung für alle Bundesländer, welche schnell und unbürokratisch Studierenden in Not die Finanzierungsgrundlage sichert. Der Bund hat die Zuständigkeit für die Studienfinanzierung, das BMBF ist in der Pflicht, eine schnell umsetzbare Lösung vorzulegen. Es ist eine moralische Pflicht, Studierende nicht schlechter zu stellen als andere gesellschaftliche Gruppen. Und dies bedeutet, dass es Zuschüsse geben muss.”  

Die Petition „Soforthilfe für Studierende JETZT“ hat die angestrebten 50.000 Unterschriften überschritten. Tausende Studierende fordern eine unkomplizierte staatliche Unterstützung in Form eines Nothilfefonds, um ihren aktuellen Einbruch der eigenen Studienfinanzierung aufzufangen. 

Lisa-Marie Fricke, AStA Vorstand: “Zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Wenn von diesen auch nur die Hälfte gerade ihren Nebenjob verloren hat, betrifft die Studienfinanzierungsfrage knapp 800.000 Studierende. Nicht alle können durch sich neu eröffnende Jobmöglichkeiten aufgefangen werden. 18.000 Kommentare der Petition “Soforthilfe für Studierende JETZT!” belegen die Dringlichkeit der Situation.”

Die Abgeordneten des Bundestags im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung wurden am Freitag, dem 10.04., zur Stellungnahme aufgefordert, welche online abgerufen werden können. 

Link zur Stellungnahmen Bundestagsabgeordnete

Link zur Bündnishomepage

Als Ansprechpartner*innen für die Presse steht der Vorstand des AStA der CAU zu Kiel zur Verfügung:

Lisa-Marie Fricke: 0160 953 163 00
Johnny Schwausch: 0160 953 001 20


Hintergrundinformationen

Der Allgemeine Studierendenausschuss der CAU zu Kiel ist die hochschulweite Interessenvertretung der 27.000 Studierenden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er wird jährlich vom Studierendenparlament der Universität gewählt. Seine Aufgaben bestehen  darin, die hochschulpolitischen Belange der Studierenden zu vertreten, die politische Bildung und das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein der Studierenden sowie ihre Bereitschaft zum Einsatz für die Grund- und Menschenrechte und zur Toleranz auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung zu fördern, zu Fragen Stellung zu nehmen, die sich mit der Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf und der Abschätzung ihrer Folgen für Gesellschaft und Natur beschäftigen, die wirtschaftlichen und sozialen Belange der Studierenden wahrzunehmen, die geistigen und kulturellen Interessen der Studierenden zu unterstützen, den Studierendensport zu fördern, die überregionalen und internationalen Beziehungen der Studierenden zu pflegen und an Verfahren zur Qualitätssicherung in der Lehre mitzuwirken.