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CARE FOR VIENNA

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Why we drive

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Im Laufe dieser Tour gab es bisher sowohl bei den besuchten Universitäten, aber auch in Kiel immer wieder kritische Stimmen. Uns wird vorgeworfen, dass wir die Beiträge unserer Studierenden verpulvern und mit dieser Tour auch politische Positionen promoten, hinter denen nicht alle Kieler Studierenden treten.
Dazu möchten wir kurz Stellung nehmen.

Das sehen wir natürlich nicht so. Sonst würden wir dies hier nicht unternehmen. Die Entscheidung für eine Solidaritätsaktion mit Österreich haben wir nach einer stundenlangen Diskussion auf der letzten AStA-Sitzung beschlossen. Einfach haben wir uns das sicherlich nicht gemacht. Nach dem Ende der Diskussion waren und sind wir überzeugt, dass wir im Interesse deren handeln, die uns gewählt haben.

Die Mehrheit der Kieler Studierenden leidet akkut unter der schlechten Bildungspolitik auf Landes- und Bundesebene, allein durch die mangelhafte Finanzierung unserer Universität. Letztlich begeht unsere Uni-Leitung hier fast nur noch Insolvenzverwaltung. Seminare sind völlig überfüllt, Hörsäle ebenso. Es gibt zu wenig Dozenten für zu viele Studierenden. Darunter leidet die Lehre und auch die Forschung. Diese Missstände sind nicht nur in Kiel vorhanden, sondern fast der Regelfall an den Universitäten in Deutschland.

Doch trotzdem findet keine ernsthafte öffentliche Debatte über diese Probleme statt, ja vielen Bürgern ist es gänzlich unbekannt wie desolat die Situation an vielen Hochschulen insgesamt ist.

Althergebrachte Methoden der Proteste schienen uns nicht geeignet, um hier die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen. Deshalb die Idee zu dieser Tour: So können wir Öffentlichkeitsarbeit und logistische Unterstützung für Österreich kombinieren. Natürlich kann das nur ein erster Schritt sein - wir sind zurzeit dabei Pläne auszuarbeiten, um im Laufe dieser Legislaturperiode durch verstärkten Kontakt zu Bürgern und BürgerInnen den Druck auf die Politik zu erhöhen. Wir freuen uns immer über konstruktive Vorschläge, wie wir noch besser die Probleme aller Studierenden bekannt machen und Lösungen anbieten können.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass ein Erfolg natürlich nicht garantiert ist. Der AStA wurde aber nicht gewählt, um duckmäuserisch alle Probleme der Studierenden (und auch Dozenten) unter den Teppich zu kehren. Falls jemand tatsächlich keinerlei Probleme mit seinem Studium hat, so freut uns das natürlich, aber hier greift die Solidarität: Die Starken stehen für die Schwachen ein. Nur so kann eine Gesellschaft, eine Gemeinschaft funktionieren und erfolgreich sein. In diesem Sinne verstehen wir die Studierendenschaft.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 12. November 2009 um 18:05 Uhr
 

Etappe 2 beginnt

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Gestern sind wir wohlbehalten in Nürnberg angekommen. Netterweise kamen wir bei Kommilitonen für ein paar Stunden Schlaf unter um heute wieder mit aufgeladenen Akkus die zweite Etappe zu bewältigen. Die Fotos findet ihr jetzt auch bei den Medien.

Heute geht es von Nürnberg ersteinmal nach München zur LMU. In deren unmittelbaren Nachbarschaft befindet sich ja die zurzeit besetzte Akademie der Bildenen Künste München. Da wollen wir vorbeisehen um auch dort Stimmen zur Lage deutscher Hochschulen und Protesten in und rund um Deutschland einzufangen. Nach München geht es dann ins Nachbarland Österreich um dort die Stationen Salzburg und Wien anzusteuern. Eventuell kommt Linz erneut hinzu, da dort die Protestform sich wiedermal ändern kann. Das wird sich dann im Laufe des Tages zeigen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. November 2009 um 11:08 Uhr
 

nach Fahrzeugwechsel Ankunft in Heidelberg

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Nach Fahrzeugtausch in Frankfurt wegen eines Steinschlags, sind wir in Heidelberg angekommen und wurden herzlich empfangen. Leider fehlt uns die Zeit für längere Gespräche.

nächste Station Würzburg

 

Weitere Fotos online

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Die Bilder aus Marburg, Frankfurt und Darmstadt sind endlich online! Danke an die KommilitonInnen im darmstädter karo5 für den Internetzugang! Die Bilder sind hier zu finden.

 

Ein Zwischenstand

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Wir sind jetzt drei Städte von unserem heutigen Etappenziel entfernt und haben gerade etwas Zeit. Genau der richtige Punkt für eine Zwischenbilanz: Es ist toll und erstaunlich was für engagierte Menschen aus allen politischen Richtungen wir bis jetzt getroffen haben und die uns ermutigt haben mit dieser fixen Idee weiter zu machen, sowie den Wiener unser aller Grüße zu übermitteln.

Unterschiedlicher können wir wohl kaum sein, da wir alle irgendwie ein Querschnitt durch unsere Studierendenschaften sind. Umso erfreulicher ist es, dass wir es geschafft haben ein gemeinsames Ziel zu haben, über unsere Differenzen hinwegzuschauen und die Dinge zu sehen, die uns einander näherbringen: der Wunsch nach einer besseren, einer gerechteren Bildungspolitik. In Deutschland, in Österreich, in Europa, ja in der ganzen Welt.

Wenn so viele verschiedene Studierende mit so unterschiedlichen Hintergründen hier Gemeinsamkeiten entwickeln können und aufzeigen dass an allen Hochschulen grundlegend die gleichen Probleme vorhanden sind, dann gibt es vielleicht doch noch Hoffnung, dass auch die Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft erkennen, dass Veränderung zum Besseren möglich ist.

So, und nun geht die Fahrt weiter. Kaffee, schwarz. Heute mein bester Freund.

 


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