Der Unterstützungskonvoi des Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität zu Kiel kehrte am Mittwoch um 12 Uhr erfolgreich nach Kiel zurück. Fast 3000 km legten die sechs Studierendenvertreter aus Kiel zurück um ihre KommilionInnen in Österreich zu unterstützen und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Probleme der Hochschulen zu lenken.
Julia Immoor, Dirk Schroller, Christian Neye, Kay Wolgast, René Geßner und Tobias Langguth begannen ihre Tour de Force am 09. November um 07:00 Uhr in Kiel. Ihre Stationen auf dem Weg nach Österreich waren Studierendenvertretungen und Bildungsbündnisse in Hamburg, Hannover, Göttingen, Kassel, Marburg, Darmstadt, Heidelberg, Würzburg, Nürnberg und München. Zusätzlich erklärten sich die Studierendenvertretungen aus Aachen, Karlsruhe, Konstanz, Stuttgart und Freiburg solidarisch mit der Aktion.
Ihre Stopps nutzten die AktivistInnen von „Care for Vienna“ um Carepakete für die ÖsterreicherInnen an Bord zu nehmen, Solidaritätserklärungen aufzunehmen und Interviews über die Situation an den einzelnen Hochschulen zu führen. Daraus soll eine Kurzreportage geschnitten werden, die in Kürze erscheinen wird.
Neben der puren logistischen Unterstützung durch die Carepakete sollte den ÖsterreicherInnen natürlich auch Mut und die Presse, vor allem in Deutschland, aufmerksam gemacht werden.
Dazu Tobias Langguth, Vorstand des AStA der Uni Kiel, „Care for Vienna war in unseren Augen sehr erfolgreich. Nicht nur konnten wir auf etwas ungewöhnliche Weise unsere Solidarität zeigen, sondern auch die Presse wurde aufmerksam auf uns.“ Berichte erschienen bei den Kieler Nachrichten, dem ORF, dem Standard, Spiegel Online und anderen Medien.
Dies war natürlich nur die Leinwand für die Forderungen der Studierenden. Diese sind nach Überzeugung des AStA, dieselben, sowohl in Österreich, wie auch in Deutschland oder anderswo in Europa.
Mit „eine Ausfinanzierung der Hochschulen, konsequente demokratische Reformen und eine kritische Überarbeitung der Bachelor-Master-Studiengänge“, fasst Tobias Langguth die zentralen Forderungen zusammen.
„Weiterhin diente die Fahrt der Vernetzung der Studierenden in Deutschland und Österreich, die, so hoffen wir, auch nach den aktuellen Protesten weiterhin bestehen bleibt.“ So René Geßner, Vorstand des AStA der Uni Kiel. Beispielsweise sollte diese Vernetzung dazu dienen, die süddeutschen Studierenden bei Ihrer Forderung nach einer verfassten Studierendenschaft zu unterstützen.
Zusammenfassend sieht der AStA der CAU zu Kiel die Solidaritätsaktion „Care for Vienna“ als Erfolg. Nun bleibt nur zu hoffen, dass die friedlichen Proteste Anklang bei Öffentlichkeit und Politik finden. Gerade die neue Landesregierung in Schleswig-Holstein ist hierbei aufgefordert zu zeigen, dass sie es mit der Bildung ernst meint.







